04.03. 2010 – 11.03.2010
Von Michael Strosack
Am 04.03.2010 war es endlich soweit. Um 8:15 Uhr stiegen wir in Stuttgart in das Flugzeug Richtung Ägypten um dem kalten deutschen Winter für eine Woche zu entkommen. So wurden wir auch nicht enttäuscht als wir um 14:00 Uhr Ortszeit bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 27 Grad in Marsa Alam ankamen. Der für ägyptische Verhältnisse gut organisierte Flughafen ermöglichte uns eine schnelle Einreise. Draußen wurden wir schon von Cinzia, stellvertretende Basisleiterin des Orca Dive Clubs Hamata, erwartet. Nach dem herzlichen Empfang versorgte Sie uns sofort mit ausreichend Wasser und wir konnten zum ersten Mal seit langem ausgiebig die Sonnenstrahlen genießen. Nach 2 1/2stündigem Bustransfer durch die kaum besiedelte Wüste erreichten wir schließlich unser Ziel, das Zabargad Dive Resort. Mit einem gemütlichen Abendessen ließen wir den Tag ausklingen.
Am nächsten Morgen hatten wir Gelegenheit das Hotel ausgiebig zu begutachten. Die weitläufige Anlage ist schön angelegt und sehr sauber. Die Bungalows im maurischen Stil sind um die zentrale Poollandschaft gelegen. Von den geräumigen Zimmern war es nur wenige Schritte bis zur hoteleigenen Tauchbasis Orca Dive Club Hamata. Dort wurden wir pünktlich um 10:00 Uhr von Leo, einem der Diveguides begrüßt und erhielten ein ausführliches Basisbriefing. Unsere Ausrüstung konnten wir in dem großzügigen Trockenraum verstauen, in dem es auch 2 große Spülbecken gibt. Von der Basis führt ein kurzer Weg zum Steg, an dessen Ende man quasi direkt ins Hausriff springt. Die besondere Attraktion der Basis ist Prinz Ali, der Esel der mit einem Karren die gesamte Ausrüstung inklusive Flaschen von der Basis auf den Steg transportiert, so dass man nur noch wenige Schritte mit der Ausrüstung laufen muss bevor man ins klare Wasser springen kann. Auf dem Unterstand am Ende des Stegs nisten außerdem schon seit einiger Zeit eine Familie Seeadler, es gibt also auch an Land schon viel zu sehen.
Am zweiten Tag hatten wir dann auch ausreichend Gelegenheit das schöne Hausriff zu erforschen. Getaucht wird entweder nach Norden oder nach Süden, bei einer maximalen Tiefe von ca. 20m und kaum Strömung kann man entspannte und lange Tauchgänge machen. Zu sehen gibt es einiges: Feuerfische, Blaupunktrochen, Riesenmuränen, Napoleons und noch vieles mehr konnten die Unterwasserfotografen unter uns festhalten. Einige von uns hatten sogar das Glück einer Begegnung mit einer Schildkröte. Diese ließ sich allerdings trotz intensiver Suche die restliche Woche nicht mehr blicken. Dafür konnten wir dank unseres Guides Leo und seinem guten Auge verschiedenste Nacktschnecken und ähnliche Kleintiere bewundern.
Die nächsten 3 Tage hieß es dann wieder früher aufstehen. Mit dem Auto ging es in den nahegelegenen Hafen von Hamata, dort stiegen wir dann um auf die El Amira, ein geräumiges und modernes Tauchboot. Die verschiedenen Tauchplätze die wir in ca. 1-2 Stunden Fahrzeit erreichten boten große Abwechslung und immer neue Highlights. Von verwinkelten Korallengärten, Steilwänden bis hin zu einem 34m langen Wrack aus den 40er-Jahren war für jeden was dabei. Auf einer der Fahrten zwischen zwei Tauchplätzen kam dann plötzlich Hektik auf: Delphine wurden neben dem Boot gesichtet! Jetzt hieß es nur schnell Kamera und ABC-Ausrüstung gepackt, ab ins Wasser und losgeschnorchelt. Und tatsächlich, schon nach kurzer Zeit tauchten ca. 20 Delphine wie aus dem Nichts auf und schwammen mit uns Seite an Seite. Ein absoluter Höhepunkt der Reise!
Ein weiteres Highlight für uns war mit Sicherheit der Nachttauchgang am Hausriff. Für einige von uns eine absolute Premiere, doch alle Zweifel waren Dank des guten Briefings durch Guide Cinzia und ihrer professionellen Begleitung schnell zerstreut. Unter Wasser erwartete uns dann eine gespenstisch schöne Welt voller Leben. Garnelen, Langusten, Krebse, Nacktschnecken sowie zwei spanische Tänzerinnen, es gab jede Menge zu bestaunen.
Die vielen erlebten Eindrücke ließen wir dann meist am Abend bei einem leckeren Deko-Bier und einer Wasserpfeife im Beduinenzelt am Strand noch einmal Revue passieren.
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an das freundliche und professionelle Team des Orca Dive Clubs und ein besonderer Gruß an den exzellenten Koch unseres Bootes El Amira!
Reiseteilnehmer: Michi (Guide), Tjorven, Richi, Tim, Annette, Christian und Axel.
Vielen Dank für Euer Vertrauen! Wir hoffen, Euch schon bald wieder bei einer unserer nächsten Gruppenreisen begrüßen zu dürfen!
Fotos dieser Reise gibt es in der
Fotogalerie!